Was macht eigentlich Wachs im Olivenöl?

Was macht eigentlich Wachs im Olivenöl?

Native Olivenöle dürfen bis zu 250 mg/kg Wachs enthalten. Wie kommt aber nun Wachs ins Olivenöl? Wird das Olivenöl bei Kerzenschein gepresst und der eine oder andere Stummel fällt ins Öl? Sicher nicht.

Die Olive hat als eine natürliche Schutzschicht einen dünnen Wachsmantel. Beim Zerkleinern der Oliven werden die Wachse teilweise gelöst und gelangen so in das Olivenöl. Allerdings sind hier Höchstmengen festgelegt (obige 250 mg/kg).

Werden Olivenöle chemisch extrahiert, entstehen die sogenannten Oliventresteröle. Diese enthalten sehr viel mehr Wachsanteile, da die Wachse durch das Extraktionmittel gelöst werden. Mischt man nun das so gewonnene Tresteröl mit gutem Extra Nativem Olivenöl, liegt der Wachsgehalt insgesamt über der erlaubten Menge. Somit kann der Lebensmittelchemiker anhand des Wachsgehaltes meist erkennen, ob ein Öl gepanscht wurde oder nicht.

Es gibt natürlich noch viel mehr Möglichkeiten ein Olivenöl zu verpanschen: mit billigem Haselnussöl beispielsweise. Nur dann nutzt der Wachsnachweis wiederum nichts, da das Haselnussöl keine Wachse enthält.

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