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Rund um Olivenöl, Feinkost und vieles mehr ...

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Olivenölmühle in Bibbona

Im letztjährigen Urlaub im September durfte ich in Bibbona (Italien, Toskana in der nähe der Küstenstadt Cecina) die ansässige Ölmühle besichtigen. Die Mühle, so wurde mir von meiner netten Führerin versichert, ist eine der modernsten in der Toskana, mit einigen Patenten für die Anlage.
Wie Qualitäts-Olivenöl entsteht

Anhand einiger, nicht sehr aussagefähiger Fotos (die Mühle war im September natürlich noch nicht in Betrieb, erst am 15. Oktober wurde sie geöffnet), möchte hier einen kleinen Exkurs über die Entstehung von Qualitätsolivenöl abhalten. Im Gegensatz zu Supermarkt- und Discounterolivenölen verfügen gute Olivenöle nicht nur über den besseren Geschmack, sondern auch über mehr Gesundheit fördernde Inhaltsstoffe. Eine wichtige Voraussetzung für ein wirkliches Qualitätsöl ist schon einmal das gesunde, unbeschädigte und nicht zu reife Grundprodukt: die Olive.

 

Zum dritten Mal in Folge konnte das Balduccio als bestes Olivenöl des Montalbano ausgezeichnet werden. Hierzu eine Nachricht des Produzenten, die mir sehr gefallen hat, und die Situation um Qualitätsolivenöl gut beschreibt:

Lamporecchio, den 30. Januar 2012

Liebe Balduccio-Freunde,

der vergangene Samstag war für unsere Azienda Agricola wie letztes und wie vorletztes Jahr ein Freudentag: Zum dritten aufeinanderfolgenden Mal wurde das Balduccio-Öl zum besten des Montalbano gekürt.

 

Unzählige Studien beweisen, dass Olivenöl zu den wertvollsten Lebensmitteln gehört, die die Natur zu bieten hat. Neben der guten Fettsäurezusammensetzung verfügt Olivenöl über Fettbegleitstoffe mit vielfältig positiver Wirkung.

 

Olivenöl

Mythologie und Geschichte


Gemäß der klassischen kretischen Mythologie wurde Athena, Schutzgöttin des Olivenbaums, auf Kreta an den Quellen des Flusses Triton geboren, und der Daktylus Herkules brachte die Anbaukultur des kretischen Olivenbaumes auf den Peloponnes.


Über viele Jahrhunderte ist die Geschichte des Olivenbaumes und des Olivenöls mit der langen Geschichte Kretas verbunden, wo vor Tausenden von Jahren der Grundstein der westlichen Zivilisation gelegt wurde und die europäische Geschichte entstand.
Viele der Historiker erwähnen Kreta als Heimatland des Olivenbaumes, sie sollen ursprünglich schon um 4000 v Chr. bei Knossos angebaut worden sein. An einer zentralen Stelle im Palast befand sich dort der Raum mit der Olivenölpresse, von wo aus durch Leitungen das Olivenöl direkt in die großen Amphoren gefüllt wurde, um es dort zu lagern.
Die Herstellung erfolgte in organisierten, gewerblichen Einrichtungen in den Siedlungen, den Palästen und den Tempelräumen der reichen Grundbesitzer.
Groß ist die Anzahl von archäologischen Funden: organische Reste, Werkzeuge, Einrichtungen, Schriftstücke, Wandtafeln und anderes, welche die Anwesenheit des Olivenbaumes und des Olivenöles auf Kreta bestätigen. Auch wurde das Olivenöl in verschiedener Form zum Gegenstand des minoischen Exporthandels mit dem griechischen Festland und den Kykladen.

 

Alisseos Fleur de SelSeit tausenden von Jahren ist Salz ein Thema. Zum Teil auch Garant für unglaubliche Geschichten, die sich um das „weiße Gold“ ranken. Im Altertum hatte Salz seinen Stellenwert nicht nur im materiellen, sondern auch im religiösen Bereich – was es zum Beispiel mit Olivenöl gemein hat. Durch das „Salz von Jahwe“ wurde der Bund Gottes mir dem auserwählten Volk besiegelt, so im alten Testament nachzulesen. Als Lebensspender und Heilsbringer wurde es angesehen. Auch im neuen Testament ist es zentrale Aussage in der Bergpredigt: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz aber schal geworden ist, womit soll man salzen?“ Gute Frage!


Seit mehr als tausend Jahren vor Christus ist der professionelle Salzabbau dokumentiert. Schon Alexander der Große ließ zwischen 356 und 323 v. Chr. das als sehr kostbar erachtete Himalayasalz mit Elefanten über das Hindukush-Gebirge bis nach Europa transportieren. Natürlich nicht für die gemeine Bevölkerung; es blieb als „Kaisersalz“ der kaiserlichen Familie vorbehalten.

 

Blick von der Terrasse


Blick von der Terrasse der Familie Genth aufs Meer und den Sonnenuntergang.


Editorial


Machen wir uns nichts vor: So wünschenswert es erscheint, alle Menschen mit gutem Olivenöl zu versorgen, so unmöglich ist das. Olivenöl in guter Qualität ist ein Luxusprodukt (und gar nicht in ausreichender Menge verfügbar)! Das heißt: teuer. Es kann sich nicht jeder leisten, noch dazu, wenn andere Dinge wichtiger scheinen. Der Autor dieser Zeilen verzichtet dagegen gerne auf die scheinbar wichtigen Dinge, und gönnt sich lieber seine tägliche Ration gutes Olivenöl. Und davon möchte ich erzählen; nicht von mir, sondern von gutem Olivenöl:

 

Top-Olivenöle im Feinschmecker – schlechte Recherche auch


Numero Uno von ComincioliIn dem neuesten Heft „Der Feinschmecker“ finden sich wieder die Ergebnisse des neuesten Olivenöl-Tests. Von 800 verkosteten Olivenölen, haben es 250 in die beigelegte Broschüre als beste Olivenöle der Welt geschafft. Davon wurden 35 Olivenöle besonders ausgezeichnet. So weit, so gut. Leider hat es der Feinschmecker nicht geschafft, ordentlich zu recherchieren, denn in der Broschüre steht leider viel Falsches – zum Leidwesen der Konsumenten, aber auch der Verkäufer. Nachfolgend greife ich einige Beispiele heraus, die deutlich machen sollen, wie unsauber dort gearbeitet wird:


ErbessoEines der Top-35-Olivenöle ist das Erbesso der Oleificio Gulino aus Sizilien. Als Olivensorte gibt der Feinschmecker „Erbesso“ an. Dann soll der Feinschmecker sich mal auf die Suche nach der Olivensorte machen, ich bin gespannt. Das Erbesso-Olivenöl ist ein reinsortiges Öl aus der Tonda Iblei-Olive.

 
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