… vermuteter CEO der McDonalds-Filialen in der Türkei, muss wohl jetzt auch in Deutschland sein Unwesen treiben. Flattert mir doch – MIR! – virtuell eine Nachricht ins Haus, die mir bis zu 50% Rabatt bei Mc.D. an den Kopf wirft.
Liebe Leute von Mc.D.! Bitte verschont mich mit solchen Angeboten; ich esse Eure Pappe nicht. Ist ja noch nicht einmal Olivenöl drauf.
Angebote (gern auch als Geschenk) ganz anderer Art würde ich natürlich gern annehmen. Dazu müsste sie mir nur einmal jemand machen. Falls der eine oder andere noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, also für mich, dann mal los, ich lasse mich überraschen.
Wie einige Kirchenoberen der katholischen Kirche im Vatikan feststellen mussten, wirkt der exzessive Verzehr von Olivenöl dem geistigen Verfall entgegen. Nachdem der Papst in den letzten drei Wochen dem heimischen Livio, Mazola und der Sanella abgeschworen hatte, und diese Fette mit Olivenöl ersetzte, sind auf einmal wieder intelligente Äußerungen von Papst Benedikt zu vernehmen. Geradezu revolutionär die Entscheidung, die Pius-Brüderschaft aus der Kirche zu entfernen. Ja, man sah den Papst angeblich sogar mit Kondomschachteln hantieren – natürlich von Fromms.
Einige Bischöfe seien darauf hin sehr pikiert, und erklärten den Insalata Caprese zum Insalata non grata.
Weitere Bestrebungen, den Papst vom Olivenöl fern zu halten, und doch lieber Rapsöl zu verwenden, fruchteten nicht. „Raps, das war sein letztes Wort, dann trugen ihn die Englein fort!“ sind für Benedikt geradezu der Beweis für die Schädlichkeit der Verwendung anderer Fette als Olivenöl. So sei er froh, war zu vernehmen, dass die geistigen Flatulenzen der letzten Monate endlich ein Ende gefunden hätten. Nun konzentriere er sich wieder auf die vor ihm liegenden Aufgaben (einige Bischöfe nämlich, legten sich vor ihm auf den Kirchenboden, und gaben kund, ihr Amt aufgeben zu wollen) und spiele mit dem Gedanken, den Dalai Lama und einige Ayatollas zur Bibelstunde einzuladen.
Einen Nachteil hätte der Verzehr von literweise Olivenöl täglich, war unter dem Siegel der Verschwiegenheit von der Klononne zu erfahren: „Der heilige Stuhl ist jetzt öfter!“
Neugierig, hungrig und vorwitzig könnte sie gewesen sein. Es könnte auch ein Unglücksfall gewesen sein. Oder Selbstmord. Vielleicht war sie aber einfach nur verfressen, wie Robert Morley in “Die Schlemmerorgie”. Jedenfalls ist sie nun tot. Und einbalsamiert für die Ewigkeit.
Die führende Universität Nigerias in Abakaliki hat in einem Forschungsprojekt unter der Leitung des Professors For Getfull (Bild) nachgewiesen, dass die äußerliche und innerliche Anwendung von Olivenöl Alzheimer heilen kann. Bei der äußerlichen Anwendung ist es wichtig, Olivenöl vom hinteren Halswirbel über die Kopfhaut bis hin zur Nasenwurzel mit kreisenden Bewegungen einzumassieren (anschließend mit einem Tuch bedecken, die Augen, Mund und Nase freilassen, drei Stunden einwirken lassen). Gleichzeitig soll man ca. 2 cl Olivenöl im Mund mittels kauenden Bewegungen verteilen und sodann (nach etwa drei Stunden) wieder ausspucken. Diese Prozedur muss man über fünf Jahre täglich drei mal ausführen (falls man es nicht vergisst) und Alzheimer ist Geschichte! Zur Prophylaxe reicht eine Anwendung täglich. Wie uns Professor Getfull versicherte, wirkt die Anwendung zuverlässig, Nebenwirkungen seien (außer fettigen Haaren) keine aufgetreten. Ein leicht ranziger Geruch stellt sich erst im zweiten Anwendungsjahr ein, falls man inzwischen das Haarewaschen vernachlässigt hat. Für Rückfragen wollte der Professor uns seine Telefonnummer übermitteln, hat er aber anscheinend vergessen.
Nein, kein neues Rezept, sondern der Tipp des Hippokrates an die schöne Helena für strahlende Schönheit. Das österreichische Nachrichtenportal www.nachrichten.at beschäftigt sich mit den Schönheits-Tricks der Frauen. Olivenöl darf da natürlich nicht fehlen:
Ob es Helena, die den Beinamen „Die Schöne“ trug, wirklich gab, ist nicht ganz sicher. Die Mythologie berichtet aber, dass sie von solch strahlender Schönheit war, dass wegen ihr der Trojanische Krieg ausbrach. In Griechenland war zu der Zeit ein ganz besonderes Rezept für schöne Haut in Umlauf: Der berühmte Arzt Hippokrates empfahl, die Leber einer Eidechse mit Olivenöl und Rotwein zu mischen und das Gesicht damit abzureiben.
Wenn es die schöne Helena wirklich gab, hat sie das Beauty-Rezept bestimmt beherzigt. Wer allerdings nichts von „Tierversuchen“ hält, kann die Eidechse weglassen. Wein und Olivenöl allein tun der Haut auch gut.
Wer partout auf die Eidechsenleber nicht verzichten möchte, der steht natürlich vor einem Problem: Eidechsen sind schwer zu bekommen. Ich könnte Ihnen natürlich mitteilen, dass es hier welche gibt. Bekäme aber sicherlich Ärger mit dem Tierschutz, wenn die Motivation des Kaufs Tötungsabsicht beinhaltet. Also schweige ich still
Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Der Olivenölimporteur Stephan Marzak hat bei Köln einen kleinen Olivenhain mit kälteresistenten Olivenbäumen angelegt, und freut sich in diesem Jahr auf die erste Ernte. Circa 110 Olivenbäume verschiedener Sorten wie Leccino, Pendolino und anderen ergeben in diesem Jahr etwa 100 - 150 kg Oliven, aus denen Marzak ca. 20 Liter Extra Vergine produzieren möchte. Der viel befürchtete Klimawandel macht es möglich, dass es nicht nur ein Eau de Cologne, sondern auch ein Huile de Cologne geben wird.
Ein Gerücht ist allerdings, dass erste italienische Olivenbauern in Deutschland nach landwirtschaftlichen Flächen zum Olivenanbau Ausschau halten sollen. Denn trotz globaler Erderwärmung haben wir in Deutschland in diesem Sommer schon oft genug gefroren. Also ich möchte das nicht wirklich einem Olivenbäumchen antun, ich bin doch kein Pflanzenschänder!
… heißt soviel wie “nach dem Tode”, und danach passiert eigentlich nicht mehr viel. Dass man in den südlicheren Mittelmeerstaaten seine Verstorbenen mit Olivenöl eingerieben hat, ist soweit bekannt, auch die “letzte Ölung” wird mit Olivenöl durchgeführt. Angeregt durch den Blogeintrag eines Journalisten und dessen Antwort auf meinen Kommentar (sowohl Beitrag als auch Kommentare wegen der “Brisanz” gelöscht, der Journalist war nämlich im östlichen Brandenburg in gefährlicher Mission unterwegs. Dort soll es Sümpfe geben; braune noch dazu! Als journalistisches Werkzeug führte er unter anderem einen Teleskopschlagstock mit sich [bitte nicht weitersagen], um sich aus den besagten Sümpfen bei Erfordernis zu befreien.), stelle ich seine Idee, Olivenöl nach kürzlich Verstorbenen (er selbst war gemeint, ist aber wohlbehalten von seiner Mission zurück) zu benennen einmal zur Diskussion. Grundsätzlich eine nette Idee, problematisch wird es nur, wenn die Namen nicht zum Öl passen wollen. Man stelle sich nur vor, jemand hätte Raps oder (noch schlimmer) Margarine geheißen. Auch den Nachnamen “Drecks” soll es geben, genau so wie “Schlächter”, was dazu noch grammatikalisch verwirrend wäre. Die Nachnamen “Oelmann” und “Oelschläger” wären Tautologien; als einen Verkaufsschlager dagegen könnte man sicher das “Wunder”-Olivenöl prognostizieren. Alles in allem zwar eine nette Idee, allerdings mit der Gefahr ins Lächerliche abzurutschen. Dann doch lieber eine Straße bauen.
Habe ich doch heute beim Surfen durch die weite Internetwelt einen Blogeintrag endeckt, der den Geschmack des Todes beschreibt. Überrascht war ich, dass Gevatter Tod nach Olivenöl schmecken soll, wo doch Olivenöl mein Lebenselixier ist. Leider ist nicht zu erfahren, ob denn Olivenöl für den älteren Herren zu den bevorzugten Geschmäckern oder eher zu den “Mag-ich-nicht-Lebensmitteln” gehört. Sollte letzteres der Fall sein, hätte ich Angst. Eine Mischung aus Roquefort, Dosenthunfisch und Rinderpansen kann einem aber auch Angst machen …
Unser Beitrag zur allgemeinen Knut-Hysterie. Preis auf Anfrage Eisbärbild: pixelio.de/Montage: a-c-media.de
Nachfolgend noch ein paar treffende Zitate rund um den neuen Luxus:
“In Zukunft wird es der echte Luxus sein, unkontaminierte Lebensmittel zu essen, und nicht, Pelz zu tragen.”
Trend Magazin “Dutsch”
“Der große Luxus der Zukunft wird es sein, gemütlich in der Küche zu sitzen, gemeinsam Gemüse zu putzen und zusammen das selbst gekochte Essen zu genießen.”
Neue Zürcher Zeitung 2001
Eines der, wie ich finde, schönsten Zitate stammt von einem italienischen Stardesigner und trifft den Nagel auf den Kopf:
“Wahrer Luxus ist, einen Salat mit einem guten Öl anzurichten und reife, gute Tomaten zu verwenden. Nicht mit den Händen stehend zu essen, sondern sitzend mit Gabeln ein Mahl in seiner Langsamkeit zu geniessen. Luxus ist auch mit einer Person (beim Essen) zu reden, ohne zu schreien. An einem Ort sein, wo man der Umwelt, den Menschen und der Natur Respekt entgegenbringt. Ich denke, dass sich heute die Definitionen des Luxus verschoben haben. Es geht nicht mehr um rein materielle Werte. Zeit, Raum und Licht - das sind Werte, die kostbar sind und wahren Luxus ausmachen.”
Italienischer Stardesigner Piero Lissoni in der Neuen Zürcher Zeitung 2001
Und zu den mitunter waghalsigen Kreationen der “feinen” Küche:
Eine eher einfache Ernährung schließt hohe kulinarische Genüsse nicht aus, wie man aus der folgenden Beurteilung eines Restaurants entnehmen kann: “Beim Studium der Karte und bei der Probe aufs Exempel konnte man die Meinung vertreten, dass bei einzelnen Gerichten nach dem Motto “Sowohl als auch” zu viele oder zu unterschiedliche Aromen aufeinander losgelassen werden. An ein “Rauchlachspaket” (mild geräucherter Lachs gefüllt mit Swiss-Prime-Rindstatar an Meerettich-Soja-Sauce auf buntem Blattsalatbeet) wagten wir uns nicht heran, bestellten aber tapfer “Babyseeteufel in Zitronenthymiankruste auf Oliven-Estragon-Sauce und gratiniertem Fenchel.” Der Fenchel war gut. Der Fisch und die feinen Kräutlein aber hatten gegen eine kraftvolle, schwere Sauce mit viel zu viel Estragon keine Chance. Wie köstlich wäre die Baudroie samt Kruste mit lediglich etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl gewesen!”
P. Studer, “Neue Zürcher Zeitung” 2006